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Basketball
1. Regionalliga Basketball Herren

Niederlagenserie setzt sich fort

Gleich zwei Spiele innerhalb von drei Tagen hatten die Regionalliga-Basketballer des ASC Göttingen in der vergangenen Woche zu absolvieren. In zwei sehr unterschiedlichen Partien musste sich die Mannschaft von Head Coach Gökhan Özbas geschlagen geben. Nach einem deutlichen 86:112 am Donnerstag bei einer sehr stark besetzten SG Braunschweig gab es zwei Tage später eine unnötige 82:87-Niederlage im Heimspiel gegen die WSG Königs Wusterhausen.

Vor der Nachholpartie in Braunschweig war den königsblauen Akteuren bereits klar, dass sie vor einer sehr schweren Aufgabe stehen würden. Neben den Langzeitausfällen musste das Team dieses Mal erneut auf Center Niko Schultz sowie Aufbauspieler Dominik Jaschewski verzichten. Die zu dem Zeitpunkt noch im Abstiegskampf steckenden Braunschweiger versammelte alle zur Verfügung stehenden Kräfte und lief mit mehreren Spielern auf, die auch im Bundesliga-Kader der Basketball Löwen Braunschweig stehen. Dadurch waren die Göttinger alleine physisch bereits deutlich unterlegen.

Trotz der Überlegenheit der Braunschweiger präsentierten sich die ASCer kämpferisch und boten den Gastgebern über weite Strecken der Partie Parolie. Nachdem das erste Viertel mit 17:31 verloren ging, gaben die Königsblauen nie auf, und lieferten sich einen ordentlichen Schlagabtausch mit den Braunschweigern. Zwar konnten sie der SG nie wirklich gefährlich nahekommen, aber bis auf die letzten drei Minuten des Spiels, gestaltete sich das Verhältnis auf dem Scoreboard nahezu ausgeglichen. Das zweite und dritte Viertel der Partie ging jeweils mit 27:28 und 21:22 an die Braunschweiger. Aus dem Göttinger Team ragten vor allem Nick Boakye mit einem Triple Double (25 Punkte, 11 Rebounds, 13 Assists bei nur 3 Turnovern) sowie NBBL-Spieler Chris Schultz mit 25 Punkten hervor. Auf Seiten der Braunschweiger waren Joshua Burgunder (20), Simon Roosch (20) sowie Brandon Tischler (19) die Topscorer. Head Coach Gökhan Özbas zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Hut ab vor meiner Mannschaft, die 40 Minuten gekämpft hat und nie den Kopf hat hängen lassen. Wir haben hier über weite Strecken mit drei Regionalliga-Rookies und mit sehr kleiner Besetzung ordentlich mitgespielt gegen eine Mannschaft, die in dieser Konstellation in der Pro B gut mithalten könnte. Nicks Triple Double mit so wenigen Turnovern zeigt, dass er sich auf der Point Guard Position in dieser Saison sehr weiterentwickelt hat. Dazu zeigt Chris, was für ein Potential in ihm steckt.“

Nur zwei Tage später stand bereits die nächste Partie auf dem Programm. Die WSG Königs Wusterhausen war zu Gast im Hainberg Gymnasium. Erneut lief der ASC nur mit sieben Spielern auf. Zwar kehrten Niko Schultz und Dominik Jaschewski ins Team zurück, verzichten musste man aber auf Tim Hackel und Chris Schultz. Die Ausfälle gepaart mit einer sehr fragwürdigen Entscheidung der Schiedsrichter sollten den Göttingern am Ende zum Verhängnis werden: Nach einem turbulenten Spielverlauf stand das Team in den letzten Minuten nur noch zu Viert auf dem Parkett und verlor die Partie dementsprechend noch mit 82:87.

Die Göttinger waren dabei sehr solide in das Spiel gestartet und eigentlich von Anfang die tonangebende Mannschaft. Jedoch erlaubten sich die Göttinger auch bereits in dieser Phase einige Flüchtigkeitsfehler und verpassten es, die Gäste weiter auf Distanz zu halten. Diese wurden vor allem durch ihren Topscorer Andrew Jones im Spiel gehalten, der von der Dreierlinie immer wieder kleinere Nadelstiche einstreute. Am Ende avancierte Jones mit 45 Punkten und 10 Dreiern zum überragenden Spieler der Partie. Göttingen blieb jedoch das tonansagende Team und erspielte sich angeführt von Kapitän Philipp Sprung (mit 20 Punkten Göttinger Topscorer) bis zur Halbzeit eine solide 45:36 Führung.

Nach dem Pausentee kämpfte sich Wusterhausen zurück ins Spiel, welches sich bis zum Ende als offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln gestaltete. In der Schlussphase des Spiels gelang es den Göttingern, trotz des Ausscheidens von Niko Schultz in der 35. Minute aufgrund seines fünften Fouls, langsam die Kontrolle über das Spiel zurückzugewinnen und in der 38. Minute nach fünf Punkten in Folge durch Boakye mit 74:71 in Führung zu gehen. Die Gäste aus Königs Wusterhausen wirkten zu diesem Zeitpunkt ratlos gegen die Zonenverteidigung. Im Anschluss folgten die entscheidenden Momente des Spiels: Nach einer starken Defensivsequenz erkämpften sich die Göttinger den Rebound. Boakye zog geschickt zum Korb, wurde gefoult, bekam jedoch kein Foul zugesprochen. Wusterhausen ging in den Gegenangriff, in dem Philipp Sprung ein Foul gepfiffen wurde. Der Göttinger Kapitän äußerte nach dieser Sequenz seinen Unmut, wodurch er sein zweites technisches Foul erhielt und somit des Feldes verwiesen wurde. Auch Nick Boakye zeigte sich frustriert und äußerte dies mit einem Wegtreten des Schaumstoff-Sitzwürfels neben der Göttinger Bank. Diese Aktion ahndete das Schiedsrichtergespann dann jedoch nicht nur mit einem technischen Foul sondern direkt mit einer Disqualifikation Boakyes. Durch die Aneinanderreihung der Ereignisse erhielten die Gäste fünf Freiwürfe in Folge mit anschließendem Ballbesitz. Noch schwerer wog jedoch die Tatsache, dass die Göttinger die gut zweieinhalb verbleibenden Minuten nun zu viert bestreiten mussten. Henri Appold, Lukas Heidelberg, Dominik Jaschewski und Jannis Rodeck verblieben auf dem Feld und stemmten sich kämpferisch gegen eine Niederlage. Königs Wusterhausen verwandelte drei der fünf Freiwürfe, punktete zusätzlich im folgenden Angriff und ging entsprechend mit 76:74 in Führung. Lukas Heidelberg ließ die Hoffnung der Göttinger Zuschauer durch einen Dreier im Gegenangriff aufkommen, bevor die Gäste vor allem in Person von Jones die numerische Unterlegenheit der Göttinger ausspielten. Jones erzielte elf Punkte (davon drei Dreier) in den letzten beiden Minuten und warf seine Farben somit zu einem 87:82-Erfolg.

Head Coach Gökhan Özbas äußerte sich nach dem Spiel wie folgt: „Wir fangen bei Niederlagen immer erstmal mit unseren eigenen Fehlern an. Das Spiel müssen wir eigentlich auch zu siebt souverän gewinnen. Wir haben aber insgesamt nicht sonderlich stark gespielt, uns zu viele einfache Fehler erlaubt und es somit nicht geschafft, unsere Führung weiter auszubauen. Zudem hadern wir einfach nach wie vor zuviel mit den Entscheidungen der Schiedsrichter. Diese haben allerdings leider heute maßgeblich zum Verlauf der Partie beigetragen, weswegen ich meine Spieler wiederum ein Stück weit verstehen kann. Nick wurde aus meiner Sicht zu Unrecht vom Feld gestellt. Wir warten jetzt den Bericht ab und schauen dann weiter.“

Für den ASC spielten gegen SG Braunschweig: Boakye (25 Punkte/2 Dreier, 11 Rebounds, 13 Assists), Sprung (12/1), Heidelberg (6/2), Hackel (8), Rodeck (4), Schultz, C. (21/4), Appold (10/2).

Für den ASC spielten gegen WSG Königs Wusterhausen: Sprung (20 Punkte/2 Dreier), Jaschweski (14/2), Boakye (8, 10 Rebounds, 7 Assists), Heidelberg (12/4), Appold (6/2), Rodeck (11), Schultz, N. (11).

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